ANTWORTEN AUF IHRE FRAGEN

MAIL VOM 11.4.2021

 

Hallo Bernd!
 
Danke für die Fragen, sind mit Sicherheit sehr interessant zu hinterfragen.
 
1. Wo wurde die Arche gebaut?
 
Wenn man davon ausgeht, dass Gott den Menschen in den Garten in Eden setzte und danach, nach dem Rauswurf aus diesem Garten ca. 1650 Jahre vergingen wo die Menschen sich verteilen konnten, ist es unmöglich einen Ort zu bestimmen wo die Arche gebaut wurde. Noch dazu wurde die Erdoberfläche durch die Flut komplett neugestaltet, sodass es keinen Anhaltspunkt mehr gäbe. Im Gegensatz dazu gibt uns die Bibel den Ort der Landung als das "Gebirge Ararat" wieder (wobei Ararat nicht der Berg an sich gemeint ist, dieser ist nämlich ein Vulkanberg der erst nach der Flut entstand). Da die Arche willenlos den Fluten ausgesetzt war, hätte sie von jedem Punkt der Erdoberfläche starten können und im Gebirge Ararat landen.
 
 
2. Konstruktion der Arche:
 
Die Bibel gibt folgende Angaben: Höhe 15m, Länge 150m und Breite 25m des "Kastens" mit drei Etagen, die Bibel spricht nicht von einem Boot. Das ist deshalb wichtig, da wir wissen, dass ein Schiff/Boot so wie wir es kennen nur bis zu einer bestimmten Länge ausschließlich aus Holz gebaut werden kann (z.B. die "Mayflower" von 1620 war 28m Lang und 9m Breit). Auf Grund der Brucheigenschaften von Holz ist dem herkömmlichen Schiffbau eine Grenze gesetzt. Erst im 19.Jhd. begann man Holzbauweise und Metalle zu verbinden, wobei größere Schiffe gebaut werden konnten.
Sollte es jedoch ein "Kasten" sein, würden andere Baumöglichkeiten angewandt worden sein. Als Baumaterial wird "Gopher-Holz" und Pech/Teer verwendet. Pech und Teer war bis vor 200 Jahren immer noch beim Schiffbau in Verwendung. "Gopher" ist nicht zu definieren, es gibt keine Beschreibung, auch nicht ausserbiblisch, was Gopher tatsächlich für eine Holzart ist. Beim Fund in Üzengili wurde eine dreischichtig verleimte Blanke gefunden die mit Teer verpicht war; eine mögliche Erklärung, aber biblisch nicht zu bestätigen.
Der Kasten hatte kein Ruder und keine Segel, es war einfach ein schwimmender Kasten der die Zeit der Flut überstehen musste. 
 
 
3. Länge der Sintflut
 
Hier gibt die Bibel ganz genaue Angaben: Beginn der Flut war im 600 Lebensjahr Noahs, am 17.Tag des 2.Monats. Nach 40 Tagen schwamm die Arche. Die Flut selbst stieg für 150 Tage um danach für weitere 150 Tage wieder abzufließen. In diesen 150 Tagen wurden die Bergspitzen sichtbar und nach der Landung öffnete Noah nach 40 Tagen den Kasten. Die Flut endete demnach am 27.Tag des 2. Monats, im 601 Lebensjahr Noahs, nach 375 Tagen (hier ist die Annahme, dass ein Monat 30 Tage beträgt).
 
 
4. 6000 Jahre Existenz der Erde
 
Aus heutiger Sicht können wir 2000 Jahre bis Jesus Geburt zurückrechnen. Wir kennen auch die Genealogie von Adam bis weit hinein in das Alte Testament (Schöpfung bis Flut ca.1650 Jahre, die Zeit in Ägypten 480 Jahre, die Besiedelung Kanaans bis zur Gefangenschaft in Babylon und die Rückkehr ist ebenfalls rechnerisch bestimmbar).
Es gibt jedoch Lücken die nicht angegeben sind. Z.B. die Zeit von Noah bis Abram wo es zwar die Namen der Vorfahren gibt, nicht aber die genauen Lebensdaten. Nach dem Alten Testament gibt es dann die Lücke bis zum Neuen Testament die biblisch nicht aufgearbeitet ist (abgesehen von einigen Apokryphen biblischen Büchern in der katholischen Bibel). Hier muss die ausserbiblische Geschichtsschreibung herhalten, vor allem die Königschronologie der Ägypter. Aber auch diese ist nicht 100% gesichert. Aus diesem Grund schwanken die Angaben der Zeit zwischen Adam und Jesus Geburt von 4000 bis höchstens 8000 Jahre, wobei ich selbst und auch der Großteil der "kreationistischen Literatur" von etwa 4000 Jahren ausgehen. Das ergäbe dann 6000. 
 
 
Damit mache ich Schluss, ich denke, dass es ausreichende Info zu den Fragen gibt. Sollten Sie andere oder zusätzliche Information haben würde ich mich darüber sehr freuen, wenn Sie mir diese zukommen könnten.
 
Gottes Segen
Erwin Komarek
 
 
 
ZUSATZ einer privaten Mail zu den obigen Fragen:
 
5. Wo spricht die Bibel über eine Veränderung der Erdoberfläche?
 
Ja, es gibt einige Stellen in der Bibel, in denen, in Bezug auf die Flut, von Veränderungen der Oberfläche gesprochen wird. In den Psalmen gibt es den Hinweis, dass sich "die Berge erhoben und die Täler gesenkt haben" auf Grund der Flut. Die Bibel spricht auch davon, dass bei der Flut die "Brunnen der Tiefe" aufgingen und Wasser herauskam (150 Tage lang). Um deshalb einen Berg entstehen zu lassen kann dieser entweder hochgehoben werden, oder die Hohlräume, aus denen das "Wasser der Brunnen" hochkam brachen ein um ein Tal zu bilden. Der "Berg" wird dabei nicht höher, aber das Umfeld tiefer. Mit Sicherheit ist dieses Prinzip nicht überall anwendbar, es gibt deshalb ja auch andere Mechanismen die hier in Frage kommen.
 
Nicht außer Acht zu lassen wären hier die Gezeiten. Heute kennen wir die Gezeiten so, dass sie ans Ufer kommen und danach durch das Festland gestoppt werden. Zur Zeit der Flut und beim Ansteigen des Wassers, verschwand diese Barriere stetig bis nur noch ein riesiger Ozean ohne Land vorhanden war. Wie sich diese Turbulenzen von Gezeiten die rund um die Erde laufen und aneinanderprallen auf den darunterliegenden Erdboden auswirkt, wurde meines Wissen noch gar nicht richtig untersucht. Es sind jedoch ebenfalls Kräfte die verändernd eingreifen.
 
Somit kann man auch annehmen, dass z.B. Mount Everest bei der Flut noch nicht so vorhanden war wie wir ihn kennen, somit auch das Wasser nicht 8848m steigen musste:)
 
In Chronik gibt es einen Mann namens Peleg, zu dessen Lebzeiten (kurz nach der Flut als der Turm in Babel gebaut wurde) sich "die Erde teilte". Das hebräische bedeutet zerteilen, trennen, scheiden. Wir kennen den Begriff des Kontinentaldrifts. Ob sich hier tatsächlich Kontinente verschieben ist natürlich nicht nachweisbar, sondern nur, dass an gewissen Stellen Erdverschiebungen zu beobachten sind. Das Bild von Pellegrini, dass Afrika und Südamerika zusammenpassen ist nur eine Folge des Wasserspiegels. Hebt oder senkt man diesen, gibt es ein anderes Bild. Eine Absenkung des Meeresspiegels um etwa 150m ermöglicht es, alle Kontinente zu Fuß zu erreichen.
 
Das mit dem Ararat ist ähnlich. Beide, der große und kleine Ararat, sind Vulkanberge. Wären sie aktiv gewesen, ist es unmöglich darauf zu landen. Und auch heute, mit dem Schnee an der Spitze und seinem brüchigen Gestein an der Oberfläche ist es kaum denkbar. Sollte die Arche dort gelandet sein, wie hätten die Tiere unbeschadet den Abstieg von 5137 Höhenmetern überlebt; noch dazu war alles mit Schlamm, Gestrüpp und ähnlichem bedeckt.
Wenn jedoch vom "Gebirge Ararat" die Rede ist, meint es die Hügelketten die sich rund um den kleinen und großen Ararat geformt haben. Hier wäre ein "Abstieg" leichter von statten gegangen. Noch dazu gab es von den "unreinen Tieren" nur jeweils ein Paar das in die Arche ging. Diese hatten in den einem Jahr Flut sicherlich Nachkommen, dennoch wäre ein Sterben durch den Abstieg fatal für das Weiterbestehen dieses Tieres gewesen.
 
 
 
 

MAIL VOM 23.3.2021

 

 

Hallo Johann!

Danke für die Nachfrage.

 

 

Leider ist bei der angegebenen Mail Adresse ein Fehler in der Schreibweise, sodass ich dorthin keine Antwort versenden konnte.  

 

Grundsätzlich ist es so, dass ich persönlich keine Copyrights weitergeben kann. Bei den Bildern sind bei den Meisten bereits die Quellen und Copyrightangaben angeführt (unter der angeführten Nummer), sehr viele sind bei Wikipedia frei zu bekommen. Bei anderen habe ich persönlich vom Autor/Fotografen das Copyright eingeholt.

Leider ist es bei einigen Bildern unmöglich die ursprüngliche Quelle zu eruieren, ich bin aber hart dran die Infos herauszufinden :)

Ich muss Sie deshalb darauf vertrösten unter den Angaben bei den Bildern selbst die Rechte einzuholen, wobei bei einer kommerziellen Nutzung, wie einer Bibelausgabe, natürlich andere Bestimmungen gelten/gibt als bei einer nichtkommerziellen Nutzung, wie auf dieser Website. Aber da sage ich Ihnen ja nichts neues.

 

Gottes Segen für Ihr Team und Ihre Arbeit,

Erwin K 

  

 

 

 

MAIL VOM 14.3.2021

 

Hallo Noma ! Leider haben sie Ihre Emailadresse nicht hinterlegt, somit muss hoffen das Sie es hier lesen. Ich nehme hier auch Teile einer früher gegebenen Antwort zu dieser Frage mit ins Boot.  :)

 

Wie ich bei Ihrer Frage erkennen kann, sind Sie ein Anhänger der "flat-earth Theorie". Ich habe mich mit dieser Thematik auch näher beschäftigt und es gibt sicherlich "Argumente", im Großen gesehen könnte ich sie jedoch nicht als bewiesen ansehen. Die Nasabilder und die Mondlandung als Fake zu titulieren gehört natürlich auch zu dieser Theorie und ist was es ist; eine Behauptung der stichhalltige Beweise fehlen.

 

Biblisch gesehen spricht diese vom "Erdkreis" (Jesaja 40:22, Hiob 37:12). Das hier verwendete Wort "chug" bedeutet wörtlich "rund"; also eigentlich "Erdenrund", die "im Nichts" aufgehängt ist (Hiob 26:7).

 

Unter "Schöfung/Evolution" - "Kreationismus" gehe ich auch ein wenig auf die flache Erde ein. 

 

Ja, ich persönlich glaube nicht, dass die Erde eine Scheibe ist, in welcher Form auch immer, sondern Kugelgestalt hat. Alle Himmelskörper die wir so kennen haben diese Gestalt, weshalb sollte die Erde hier eine Ausnahme sein? Insbesondere die Flat-earth-therorie, dass die Antarktis das "Ende" der Scheibe bilden soll, finde ich sehr fantastisch. Ich glaube dieser Theorie erst, wenn es klare Bilder, Filme etc gibt, die diesen Rand zeigen bzw. was hinter der Antarktis liegt. Die Beweise müssen hier von den Anhängern dieser Theorie erbracht werden. Ansonsten ist es nur eine nette Vorstellung ohne Rückhalt.

 

 

 

Wenn Sie glauben, dass die Weltherrschaft in den Händen von "Lügner" ist, die uns, aus welchem Grund auch immer, falsche Tatsachen vortäuschen, dann kann Sie auch das beste Argument nicht umstimmen - es muss ja gefälscht sein! Und diese Ansicht ist leider bei der überwiegenden Zahl der Flatearthler anzutreffen.

 

Da diese Frage letztendlich jedoch nur bedingt Heilsbringend ist, werde ich es so stehenlassen.

 

Ich wünsche Ihnen segen und eine freundschaftliche Beziehung mit dem Schöpfer des Universums.

 

Erwin

 

 

 

 

 

 

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