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SIND DIE 4 AUFERSTEHUNGSBERICHTE NICHT WIEDERSPRÜCHLICH?

 
 
Darüber gibt es unzählige Abhandlungen wo versucht wird dies zu erklären. In den meisten Fällen nimmt man an, dass es sich um Fehler handelt oder das Ereignis nie stattfand. Ich vertrete den Standpunkt, dass es einfach die Wiedergabe derselben Erzählung, jedoch mit verschiedenen Schwerpunkten ist. Was mein ich damit? Die Hauptzeugin des Geschehens ist Maria Magdalena. Diese erzählt was geschah.
 
Die verschiedenen Berichte in den 4 Evangelien sind farblich hervorgehoben.
Matthäus, Markus, Lukas, Johannes
 
Es könnte wie folgt abgelaufen sein.
 
 
Maria, kannst du uns genau erzählen was du an jenem Morgen, als Jesus auferstanden war gemacht hast und wie es zuging:
 
 
Maria Magdalena: "Nach dem Sabbat, schon sehr früh am Morgen des ersten Tages der Woche, dem dritten Tages nach der Kreuzigung, es war noch finster, bin ich mit einigen anderen Frauen zum Grab gegangen. Es hat eine Zeit gedauert sodass die Sonne schon aufging als wir ankamen. Mit mir waren unter anderen noch Salome, Johanna und Maria, die Mutter von Jakobus. Wir wollten Jesus salben und hatten deshalb wohlriechende Gewürze mit uns und wir machten uns Gedanken, wie wir ins Grab kommen können wegen der Größe des Steines der vor dem Eingang gerollt war. Es war dann auch tatsächlich verschlossen, ja sogar versiegelt und Wachen waren dabei. Die Wachen erzählten, dass kurz vor unserem Eintreffen plötzlich ein Erdbeben war und ein junger Mann den Stein wegrollte. Und wir sahen zwei junge Männer in weißen Kleidern die mir wie Engel vorkamen und sie sagten uns, dass wir keine Angst haben brauchen. Wir alle, zusammen mit den Wachen sind sehr erschrocken und die Wächter sind wie tot umgefallen. Der Andere Engel wusste, dass wir Jesus suchten und hat uns im Grab gezeigt, dass Jesus nicht mehr da ist sondern auferstanden sei und sagte uns, dass all dies von Jesus schon vorweg angekündigt worden war. Wir sollten zurückgehen und den Jüngern davon erzählen und das Jesus nach Galiläa vorgehen wird wo wir ihn sehen werden.
 
Vor Angst und aus Unglaube sind wir jedoch zuerst davongelaufen und haben geschwiegen. Wir erzählten es dann doch den 11 die zusammen waren um zu trauern und aus Angst vor den Judennämlich, dass uns beim leeren Grab jemand gesagt habe, dass Jesus auferstanden sei. Diese haben aber mir und den anderen Frauen nicht geglaubt. Ich bin dann mit Petrus und Johannes zurück gerannt und beiden sind mit mir zum Grab gekommen. Aber Petrus hat auch nicht geglaubt das Jesus wirklich auferstanden sei obwohl sie die Leichentücher vorfanden. Nur Johannes glaubte es eine Zeitlang. Sie verstanden die Schriften über Jesus Auferstehung noch nicht und gingen wieder heim.
 
Ich bin dann  zum Grab um hinein zu sehen und fragte mich, wohin sie Jesus gebracht hatten. Da waren dann wieder 2 Männer die ich auch für Engel halten würde, einer da wo Jesus Füße waren und der Andere wo sein Haupt war und diese haben mich gefragt weshalb ich weine. In dem Moment kam ein Mann auf mich zu den ich zuerst für den Gärtner hielt. Ich unterhielt mich für einige Zeit mit ihm da ich wissen wollte wohin Jesus gebracht wurde und bemerkte dann, dass es Jesus selber war. Ich durfte ihn nicht anfassen da er noch nicht zu seinem Vater aufgefahren war.
 
Daraufhin bin ich abermals in die Stadt zurück und habe es den Frauen gesagt. Ich wusste damals nicht, das Jesus ihnen auch am Weg begegnet war, sie seine Füße umfasst und ihn angebetet hatten. Auch bin ich wieder zu den 11 um ihnen zu sagen, dass ich Jesus gesehen habe und das er mich zu ihnen gesandt hatte um ihnen zu sagen, dass er zu seinem und ihren Vater auffahren werde; sie glaubten mir aber wiederum nicht.

Später am selben Tag, trafen die zwei Jünger aus Emaus Jesus auf der Straße. Sie erkannten ihn am Beginn auch nicht. Er legte ihnen die Schriften aus die von ihm berichteten, aber erst als er mit ihnen das Brot brach erkannten sie Jesus. Daraufhin haben sie es den 11 erzählt; aber sie glaubten ihren Worten auch nicht. Etwas später, am Abend dieses Tages, als Thomas nicht da war, erschien Jesus plötzlich bei ihnen im Zimmer und hat sie wegen ihres Unglaubens ermahnt, denn erst dann glaubten sie. Als sie dies Thomas erzählten glaubte er immer noch nicht. Er müsse zuerst seine Finger in die Wunden von Jesus legen. Erst 8 Tage später, als Thomas auch da war, erschien Jesus noch einmal im Haus der 11. Thomas erkannte Jesus als Herrn und Gott und glaubte." Trotz alldem kam in einigen der Jünger wieder Unglaube auf der erst verschwandt als sie Jesus am Berg in Galiläa antrafen.
 
 
 
So ähnlich könnte Maria Magdalena die Geschichte erzählt haben. Jeder der vier Evangelisten, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes hat jene Teile der Erzählung genommen die für ihn wichtig waren und anderes verschwiegen. Ausserdem waren Matthäus und Johannes dabei als Maria die Geschichte erzählte und sie waren auch bei der Erscheinung Jesu anwesend. Deshalb sind ihre Ausführungen am reichhaltigsten.
 
Zusammen ergibt sich das Gesamtbild. Es sind wie Journalisten die über ein Ereignis berichten, jeder jedoch mit seinem eigenen Schwerpunkt.
 

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