TEICH SILOAH


Bildquelle: ©Erwin Komarek (2011)

Der Teich Siloah befindet sich heute außerhalb der Stadtmauern. Zur Zeit Christi umgab ihn eine Stadtmauer die heutzutage nicht mehr sichtbar ist.

 

Hier fand das Zweite der beiden Wunder statt, die Jesus in Jerusalem bewirkte. Diese Stelle wurde erst im Jahre 2004 bei Bauarbeiten freigelegt.

 

"Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, so dass dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!

Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah (das heißt übersetzt: Der Gesandte)!

 

Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder." 

 

Johannes 9:1-7


Bildquelle: holtzendorff.com

 

 

 

 

 

 

Hier ist eine Landkarte mit den beiden Teichen von Siloah und der Stadt Davids


Bildquelle: wikipedia

Diese Aufnahme zeigt ebenfalls den unteren, größeren Teich. Etwas weiter den Hügel hinauf, unterhalb des Turmes, befindet sich der obere Teich.

 

"Und ihr seht nach den Rissen (in der Mauer) der Stadt Davids -  denn es sind viele -, und die Wasser des unteren Teiches sammelt ihr. Ihr zählt auch die Häuser Jerusalems und brecht Häuser ab, um die Mauer zu befestigen. Und ihr legt ein Sammelbecken an zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches - aber ihr schaut nicht auf den, der dies getan hat, und seht nicht nach dem, der es seit langem bereitet hat!"

 

Jesaja 22:9-11


Bildquelle: ©Erwin Komarek

Etwa 5o Meter weiter den Berg hinauf befindet sich eben diese weitere Wasserstelle die ebenfalls als Teich von Siloah bezeichnet wird.

 

Der Torbogen führt zum sogenannten "Hiskiatunnel". Er wurde aus dem Fels gehauen um die Teiche ganzjährig mit Wasser zu speisen. Der Eingang dieses 525m langen Tunnels wurde 1911 bei Renovierungsarbeiten entdeckt. Hierbei wurde auch der Torbogen errichtet den man heute sieht.

 

 

"Und der König von Assyrien sandte den Rabschake mit einer großen Heeresmacht von Lachis nach Jerusalem gegen den König Hiskia; und der (Rabschake) stellte sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Straße des Walkerfeldes auf."

 

Jesaja 32:2        (siehe auch 2.Könige 18:17) 

 

 

Auf dieser Aufnahme ist noch die Mauer zu erkennen die sich im Tunnel befand. Sie ist heute nicht mehr vorhanden und das ganze Gebiet wurde optisch hergerichtet wie auf der oberen Aufnahme zu erkennen ist (Bilder von 2011).

 

 


Bildquelle: ©Erwin Komarek

 

 

Diese Teiche wurden angelegt um das Wasser der Gihonquelle aufzufangen und sie sollten die Wasserversorgung Jerusalems sicherstellen, besonders im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung.

 

"Der HERR aber sprach zu Jesaja: Geh doch hinaus, dem Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes."

 

Jesaja 7:3

 

 

"Weil dieses Volk das still fließende Wasser Siloahs verachtet, dagegen Freude hat an Rezin und an dem Sohn Remaljas,........."

 

Jesaja 8:6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterhalb sehen Sie einige alte Aufnahmen auf denen man das Gebiet sieht wie es um 1900 ausgesehen hat.

 

 

 

 

 


Quelle: Earthly Footsteps of the Man of Galilee, p. 227.

 

 

 

 

 

Die beiden folgenden Aufnahmen sind etwa um das Jahr 1880 gemacht worden, noch bevor der Hiskiatunnel gefunden wurde.

 

"Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine großen Taten, und wie er den Teich und die Wasserleitung erbaute und das Wasser in die Stadt leitete, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda?"

 

2.Könige 20:20

 

Auch dieses Foto dürfte zwischen 1880 und 1900 aufgenommen worden sein.

 

 

Copyright  www.JewishEncyclopedia.com

Diese Postkartenaufnahme stammt aus dem Jahre 1903

 

 

 

 

 

 

 


Bildquelle: Library of Congress

 

 

Diese Aufnahme dürfte in den 1930er Jahren gemacht worden sein. Der Teich wurde noch nicht mit einer neuen Steinmauer eingefasst wenngleich sie gegenüber 1903 etwas verbessert wurde. Hier kann man auch das Gebäude welches auch auf der Postkarte angedeutet zu sehen ist, im vollen Umfang sehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Fotos geben einen Blick in die entgegengesetzte Richtung. Auf der anderen Seite des Tores befindet sich der zweite Teich der 2004 gefunden wurde.


Bildquelle: Copyright 2009, www.middle-east-pictures.com

 

 

 

 

 

Dies ist eine alte Aufnahme von Matson um das Jahr 1934-39. Es gibt noch keine gemauerten Stiegen oder Wände.

 

 

 

Dieser obere Siloah Teich wurde später optisch verschönert.

 

"Aber das Quelltor besserte Schallum aus, der Sohn Kol-Hoses, der Oberste des Bezirks Mizpa. Er baute und überdachte es, setzte seine Türflügel ein , seine Schlösser und seine Riegel, dazu (baute er) die Mauern am Teich Siloah beim Garten des Königs, bis an die Stufen, die von der Stadt Davids herabführen."

Nehemia3:15


Bildquelle: Library of Congress
 


Bildquelle: ©Erwin Komarek

 

 

 

"Er, Hiskia, war es auch, der den oberen Ausfluss des Gihonbaches verstopfte und ihn westlich abwärts, zur Stadt Davids leitete. Und Hiskia hatte Gelingen in allem, was er unternahm."

 

2.Chronik 32:30

 

Das Ende des Hiskiatunnel.

 

 

"Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei der Treppe, die zu den Gräbern der Söhne Davids führt. Und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem erwiesen ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle"

 

2.Chronik 32:33


Bildquelle: Wikipedia

 

 

Diese Inschrift wurde im Hiskiatunnel gefunden. Sie lautet:

 

“… das Durchbohren. Dies ist die Geschichte des Durchbohrens. Als noch [...] Hacke(n) [....] jeder zu seinem Gefährt hin, und als noch drei Ellen zu durchbohren waren, [...] die Stimme eines Mannes, der dem anderen zurief, denn da war ein Spalt an der rechten Seite [...] Und am Tag des Durchbruchs begegneten sich die Arbeiter, Mann gegen Mann, Hacke gegen Hacke, und das Wasser floss von der Quelle zum Teich, 1200 Ellen weit und 100 Ellen war die Dicke des Gesteins über den Köpfen der Arbeiter.”

 

 

Auf der Karte ist der Teich von Siloah am unteren Ende, direkt an der Stadtmauer, erkennbar.

 

Dieser rosa Bereich, die Stadt Davids, sowie die untere Hälfte der grünen Fläche befindet sich heute außerhalb der Stadtmauer.

 

 

Die Bibel berichtet über diese Mauer:

 

"Danach baute er (Manasse) eine äußere Mauer an der Stadt Davids, westlich von der Gihonquelle im Tal und bis zum Eingang beim Fischtor und rings um den Ophel, und machte sie sehr hoch;"

 

2.Chronik 33:14

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